Handrup im Emsland
Handrup im Emsland
Eine Osterkerze in der Friedhofserde gegossen
Die Osterkerze verkündet:
Jesus ist das Licht der Welt. Sie ist das Zeichen für den auferstandenen Christus.
Zu Anfang wurde der von den Gemeindemitgliedern abgegebene und der aus der Kirche stammende Wachs geschmolzen und farblich sortiert vorportioniert.
Wir trafen uns auf dem Handruper Friedhof, um hier die etwa 90 Zentimeter lange Kerze in sechzehn Schichten in die Erde zu gießen. Ein langwieriges Verfahren, bei dem es darauf ankam, dass das Wachs immer die richtige Konsistenz hatte, kein Wasser eindrang und der Docht immer in der Mitte der langsam entstehenden Kerze blieb.
Eine Nacht lang musste die Kerze erkalten, bis sie am nächsten Tag geborgen werden konnte. Ein spannender Moment, bei dem keiner vorher so genau wusste, wie die neue Osterkerze aussehen wird - und ob sie hält.
Sie hält! Und ist dazu noch wunderschön geworden. Von tiefem Violett, der Farbe der Fastenzeit, über Glutrot bis hin zu strahlendem Weiß. Und sie hat Struktur. An ihrer Oberfläche zeigen sich die durch Erde und Gestein entstandenen Abdrücke, Zeichen ihres irdischen Ursprungs. Jetzt müssen noch die christlichen Motive - Kreuz, Wundmale, Alpha und Omega - aufgebracht werden, bevor die am Osterfeuer entzündete Kerze vom Friedhof in die Kirche zur Feier der Osternacht getragen und der Gemeinde als Licht vorangehen kann.
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